Bericht Allgemeine Zeitung zur Sitzung 2019
 
HEIDESHEIM - Gleich zu Beginn der Sitzung des Heidesheimer Carneval Vereins nahm Sitzungspräsident Stephan Schmidt auf das Thema Bezug, das die Heidesheimer in letzter Zeit am meisten bewegt: die Eingemeindung nach Ingelheim. „Möge Gott Jokus uns begleiten in wunderbare Zeiten“, gab er den Blick auf eine, so hofft er jedenfalls, goldene Zukunft frei.
Politik
Rainer Sänger steht nun schon seit einigen Jahren als „Bajazz“ auf der Bühne und hält in geschliffenen Versen der Politik den Spiegel vor. Er warf einen Blick zurück auf die Landtagswahlen in Hessen und Bayern, sah im rheinland-pfälzischen Nachbarland eine Koalition aus Verlierern von CDU und Grünen am Ruder und prognostizierte der CSU, sollte sie so weiter machen wie bisher, einen weiteren Abwärtstrend auf nur noch zehn Prozent. In der Affäre um den ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten bezog Sänger ganz klar Position: „In diesem Amt, ganz ohne Stuss, man den Mann entfernen muss“. Aber das war noch nicht alles von und mit Rainer Sänger: Zusammen mit Tochter Nina stand er zum letzten Mal nach 24 Jahren als „Gassekehrer“ auf der Bühne und glossierte das Heidesheimer Ortsgeschehen. So wie die Akzeptanz der neuen Mitfahrerbänke: „Hat man da schon mal jemanden sitzen sehen?“ Und für einen Kalauer auf Kosten der Wackernheimer waren sich die beiden „Gassekehrer“ auch nicht zu schade: „Auf der Bank hat drei Wochen lang ein Toter gesessen. Der wollte nach Waggernum“. Kultstatus attestierte Stephan Schmidt den beiden Heidesheimer Fastnachtslegenden.
 
 
Kokolores
Kult ist auch Peter Winter. Sein Auftritt als „Conchita Wurst“ im eng anliegenden, knallroten Kleid, seine mit dem Sektglas in der Hand ins Mikrofon gehauchten „Stößchen“, sind längst zu seinem Markenzeichen geworden. Seine Texte kommen schlüpfrig daher, ohne die Grenzen des guten Geschmacks zu überschreiten. Er muss gar nicht viel tun, um die Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hinzureißen. Auf ganz andere Weise, subtiler und mit trockenem Humor, brachte Hiltrud Hufnagel das Publikum zum Lachen. Sie trauerte immer noch ihrem verstorbenen Mann Karl-Heinz nach und schilderte ihre Erlebnisse vom Friedhof, „einem einzigen Heiratsmarkt für Witwer und Witwen“: „Das ist Parship für Senioren“.
WER WAR NOCH DABEI?
 
In der Bütt: Gerd Brömser als „Ehemann“, Diethard Engel als „Buchhalter“

Musik: Rheingold Show&Brass Band Mainz (Stabführung Jeanette Rosenbaum), Birgit Menger, „HeDieMeenzer“, „Unstoppables“.

Show: Die Sportakrobaten vom SAV Laubenheim (Trainerin Dana Saiko).
 
 
Tanz
Showtanz vom Feinsten bot die Formation aus Strinz-Margarethä (Leitung Andrea Enders) unter dem Motto: „Im Bann von Feuer und Eis“. Ihnen stand die Tanzgarde der Narrenzunft Gelb-Rot Koblenz in nichts nach. Die 25 jungen Tänzer und Tänzerinnen zeigten atemberaubende Hebefiguren. Es war ein Auftritt mit einer Spur Wehmut: Trainerin Ellen Friedrich-Gaul nimmt nach 34 Jahren Abschied von der Narren-Bühne. Er ist ein Multitalent, ein hervorragender Sänger und ein begnadeter Entertainer. Die Rede ist von Christoph Seib, der mit seinem Auftritt in der HCV-Sitzung das Publikum von den Stühlen riss. Er präsentierte sich unter anderem mit einem Potpourri aus verschiedenen Musicals zu eigens von ihm geschriebenen Texten. In intergalaktischen Kostümen kamen die drei „Altrheinstromer“ daher und verkündeten: „Im All, da schwebt der Wein direkt mit dem Raumschiff ein“.
 
 
Fazit
Es war eine spritzige, bunte und mit vielen Höhepunkten gespickte Sitzung des HCV, die die Narren sechs Stunden lang im „Schönborner Hof“ unter der gewohnt launigen und souveränen Leitung von Stephan Schmidt geboten bekamen.
 
Bericht in der Allgemeinen Zeitung vom 13.11.2018 Närrische Weinprobe
 
 
HEIDESHEIM - Seine Auftritte sind legendär, sein Outfit ist Kult und sein gehauchtes „Stößchen“ sein Markenzeichen. Die Rede ist von Peter Winter alias Conchita Wurst. Winter brauchte bei der 41. Auflage der „Närrischen Weinprobe“ des Heidesheimer Carneval Vereins auch nicht viel mehr, als sich in Stöckelschuhen, beinlanger und körperbetonender Garderobe und mit schwarz gelockten Haaren zu präsentieren, um den Saal im „Schönborner Hof“ in ein Tollhaus zu verwandeln. Das Publikum stand bei seinem Vortrag, der mal in Prosa und mal in Versen gekleidet war, quasi auf den Stühlen.
Diesmal werden Weine vom Mittelrhein kredenzt
Zum Auftakt der Kampagne 2018/2019 präsentierten die Moderatoren des Abends, HCV-Sitzungspräsident Stephan Schmidt und der Bacharacher Winzer Friedrich Bastian, Weine vom Mittelrhein. In den Jahren zuvor hatte immer Eva Vollmer mit Schmidt zusammen moderiert. Diesmal, so die Organisatoren, habe man mal eine Abwechslung gewollt und Bastian „verpflichtet“. Die elf vorgestellten Weine stammten von fünf Mittelrhein-Winzern: der Weinkellerei Weiler-Fendel und dem Weingut Lanius-Knab aus Oberwesel, dem Weingut Eisenbach-Korn aus Oberheimbach, dem Weingut Ratzenberger sowie dem Weingut Friedrich Bastian, beide aus Bacharach. Die Palette der vorgestellten Weine war breit: Einen trockenen Spätburgunder, einen Grauburgunder, verschiedene Rieslinge, einen Weißburgunder und zwei Scheureben hatten die närrischen Probenbesucher im „Schönborner Hof“ im Glas.
 
 
Friedrich Bastian hatte zu jedem Wein etwas zu erzählen. Er stellte das Weingut mit seinen Inhabern und die dazugehörigen Lagen vor. Der Mittelrhein ist ein kleines Weinbaugebiet mit charakteristischen Steillagen. Bastian ist aber nicht nur Winzer, sondern mit seinem „zweiten Standbein“ Opernsänger. Er ließ es sich nicht nehmen, das Heinrich-Heine-Gedicht von der „Loreley“ in der Vertonung von Friedrich Silcher vorzutragen. Das Publikum war begeistert. Spätestens da hatte Bastian die Herzen seiner Zuhörer gewonnen.
Was wäre eine „Närrische Weinprobe“ ohne Rainer Sänger, den „Bajazz“ vom HCV? „Ich sag’s wie immer deutlich klar, was so passiert im letzten Jahr. Ein Privileg des alten Narren ich spann’ mich auch vor keinen Karren. Und zieh’ für mich das Resümee: Euch allen wohl und niemand weh“, lautete sein Credo. Sänger gelingt es nun schon seit ein paar Jahren immer wieder, in geschliffenen Versen das Zeitgeschehen, ob vor Ort oder im Land, gekonnt und mit Witz und Humor zu glossieren. So auch diesmal: „Noch ein gutes halbes Jahr, dann ist alles für uns klar, dann ist Heidesheim Geschichte. Ich kann dann in mei’m Berichte nicht mehr sage unsern Ort. Den gibt‘s nicht mehr, der ist dann fort. Wir sind ja dann, wer hat der hat, endlich Ingelheimer Stadt“. Sänger bekannte, zahllos seien die Themen, über die er an sich berichten müsste: „Das alles in paar Vers’jer kleide, der Bajazz ist nicht zu beneide“. Ob der Brexit, ob US-Präsident Donald Trump oder die „Strippenzieher“ in Berlin, ob Flüchtlingsthema und die Migration oder die Vorgänge um Ex-Verfassungsschützer Maaßen, ob der Dieselskandal oder die für CDU und SPD verlorene Hessenwahl: Der „Bajazz“ ließ kaum ein Politikfeld aus, das es in den letzten Monaten ins Blickfeld der Öffentlichkeit geschafft hat. Hoffentlich noch viele Jahre, so wünschte es sich Stephan Schmidt, werde Sänger in dieser Rolle auf der Bühne stehen: „Sie ist Dir wie auf den Leib geschneidert“.

Reisebericht zum

HCV Ausflug   nach Miltenberg am 28. Juli 2018

 

Am Samstag trafen sich 55 gutgelaunte HCV Mitglieder, Freunde, sowie Angehörige des Jahrgangs 1944/45 zum Ausflug nach Miltenberg.

Bevor wir uns auf den „weiten Weg“ machten, wurde in Darmstadt, im Garten vom „Cafe Eulenpick / Vivarium“, das Frühstück ausgepackt und sich gestärkt.

Danach ging es weiter zum Franziskanerkloster Engelberg, wo der Bus dann parkte. Die 612 Stufen hinauf sparten wir uns allerdings und genossen auch so die wundervolle Aussicht und das frische Klosterbier.

In Miltenberg am Busparkplatz erwarteten uns in historischen Kostümen schon die Marktfrauen Jeanette und Sigrun, die uns im Rahmen einer kleinen Führung, rund ums Schnatterloch, nette humorige Geschichten aus dem Mittelalter erzählten und uns aufklärten warum beispielsweise mancher Kunde die Katze im Sack kaufte. Oder den Hintergrund zum Vogelkäfig, der gut sichtbar an das Fenster gestellt wurde, wenn der Mann nicht zu Hause war. Zu den Fachwerkhäusern und den Verzierungen konnten sie ebenfalls viel Interessantes berichten. Spezialitäten der Region wurden von ihnen zum Abschluss der Führung den Gästen gereicht

Nach einem gelungenen und ausgefüllten Tag begrüßte man die Gruppe  im  Gasthaus „Schlappeseppel“ in Aschaffenburg. Hier konnte aus einem großen Angebot Speis-und Trank ausgewählt werden, eine zünftige Stärkung für die Heimreise war sichergestellt.

Wegen heftigem Regen  (oh, Wunder!) verspätete sich unsere Abfahrt, denn die wenigsten hatten bei den hochsommerlichen Temperaturen  einen Regenschirm, eher schon einen Sonnenschirm,  dabei und keiner wollte durch den Regen zum Bus laufen.

Zufrieden und gesättigt kamen wir wieder gut in Heidesheim an.

Dank an die Helfer Gabi und Erwin und den Organisator Hans-Peter

 

 

Bericht Allgemeine Zeitung vom 05.02.18 zur Sitzung

HEIDESHEIMER CARNEVAL VEREIN Fünfstündige Narrenschau mit Bajazz, Conchita Wurst und Chefhostess

HEIDESHEIM - Seit 1938, also seit 80 Jahren, reitet das Narrenschiff des Heidesheimer Carneval Vereins (HCV) nun schon auf den Wellen Neptuns. Entsprechend war das Bühnenbild zur Jubiläumssitzung, die Stephan Schmidt souverän leitete, im Schönborner Hof gestaltet. Es spielte an auf die bevorstehende Fusion mit Ingelheim: Der Sandhas als Symbol für Heidesheim und Kaiser Karl aus Ingelheim standen da in einem gemeinsamen Boot.

„Sie wollte und er konnte nicht“

Rainer Sänger hat seine Paraderolle gefunden. Im zweiten Jahr bereits präsentierte er sich als „Bajazz“ und beleuchtete kritisch das, was im vergangenen Jahr im Ort, im Land und in der großen weiten Welt so passierte. Ein Thema war da die Bundestagswahl. Mit dem Ergebnis war Sänger nicht zufrieden: „Mit diesen Rechten, und das merk ich, werden Demokraten auch noch fertig.“ Der Begriff Wahl-Kampf sei übertrieben gewesen: „Wie ein altes Ehepaar“ hätten sich Angela Merkel und Martin Schulz bei der Fernsehdebatte benommen: „Sie wollte und er konnte nicht.“ Auch Donald Trump („America first, sag ich mit Bedacht, mein lieber Herr Trump, gute Nacht“) und der türkische Präsident Erdogan bekamen ihr Fett ab.

Und dann kam Peter Winter als Conchita Wurst. Sein Auftritt sollte zu einem der Höhepunkte in der Sitzung werden. Schon die äußere Erscheinung passte: Mit langer, schwarzer Perücke, Vollbart, eng anliegendem, knöchellangem Kleid und Stöckelschuhen sah Winter seinem Vorbild täuschend ähnlich. Und er spielte mit den Frivolitäten: „Ich sag es euch froh und munter, ich trag auch Damenwäsche drunter.“ Der Anblick einer weiblichen Brust, so Winter, reduziere das Denkvermögen des Mannes um 50 Prozent – auf jeder Seite. Und noch eine Erkenntnis hatte er parat. Frauen hätten immer das letzte Wort: „Woher sollen sie denn wissen, dass dem Mann nichts mehr einfällt?“

 

Über ihre Erlebnisse als Chefhostess bei einer Führung im maroden Mainzer Rathaus berichtete Sabine Pelz. Der Bau sei ein großer Pflegefall mit „Pflegestufe 11“. Wenig Gutes hatte sie über die Mitarbeiter zu berichten. In den Höhlen des „Fuchs-Baus“ hätten sich die Angestellten eingenistet und sie verhielten sich wie Robinson Crusoe: „Der hat auch immer nur auf den Freitag gewartet“. Die Arbeitsmoral sei mangelhaft: „Genauso gut könnt ihr auch einem Toastbrot beim Schimmeln zugucken.“ Und an der Auslasskontrolle wartete schon die Gleichstellungsbeauftragte. Sie habe so viel Sex-Appeal wie ein Natur-Joghurt nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, meinte Pelz. Ihr Vortrag, so Stephan Schmidt, sei es wert, auch in der Fernseh-Sitzung gehalten zu werden. Es war kein übertriebenes Lob.

Ärger mit den Einkaufswünschen seiner Frau hatte Gunther Raupach. Partout wollte sie, sehr zum Verdruss ihres Mannes, an seinem arbeitsfreien Samstag zu Ikea, um einen Schrank zu kaufen. Der Gatte hätte es lieber gesehen, wenn sie sich von ein paar Handtaschen und Schuhen getrennt hätte, denn dann hätte man auf den Kauf eines neuen Möbels verzichten können. Aber nix da. Der Schrank musste her.

Mit dem großen Finale endete die über fünfstündige, mit Höhepunkten gespickte Sitzung.

Presseberichte Kampagne 2017/2018

 

 

Pressebericht Allgemeine Zeitung Mainz

 

 Heidesheim 13.11.2017  

 

Ständchen auf der Gießkanne:

Närrische Weinprobe beim Heidesheimer Carneval Verein

 - Von Gerhard Wieseotte -

 

 

"HEIDESHEIM - Es war die 40. Auflage seiner „Närrischen Weinprobe“, zu der der Heidesheimer Carneval Verein (HCV) zum Auftakt der Kampagne in den Schönborner Hof eingeladen hatte.

Standen im vergangenen Jahr Ingelheimer Weine im Mittelpunkt, so drehte sich diesmal alles um Weine aus der Region Alzey/Worms.

 

Die elf von Probenleiterin Dr. Eva Vollmer vorgestellten Weine stammten von fünf Winzern: den Weingütern Peth und Peth-Wetz aus Bermersheim, dem Weingut Beyer aus Bechtheim, dem Weingut Becker aus Spiesheim und dem Weingut Lahm aus Ensheim. Die Palette der vorgestellten Weine war breit: Spätburgunder, Spätburgunder Weißherbst, Riesling, Weißburgunder, Bacchus, Silvaner, Gelber Muskateller, Gewürztraminer und Huxelrebe hatten die närrischen Probenbesucher im Glas.

 

Es war eine gelungene Mischung von trockenen Weinen, wie dem Riesling, bis hin zurßen Huxelrebe Auslese. Sechs Stunden dauerte die „Närrische Weinprobe“. Dafür, dass es kurzweilig und amüsant war, sorgten Eva Vollmer und HCV- Sitzungspräsident Stephan Schmidt, der die Veranstaltung in bewährter Weise souverän und manchmal mit der Schelle in der Hand moderierte.

 

Vollmer hatte eine musikalische Weinprobe angekündigt, und sie hielt, was sie versprochen hatte. Sie spielte auf dem Bariton und der Tuba, blies auf Weinflaschen wie auf Orgelpfeifen und entlockte sogar einer Gießkanne noch ungewohnte Töne. Das Publikum war begeistert.

 

Bajazz nimmt Ortsgeschehen auf die Schippe

Was wäre die närrische Weinprobe ohne einen Vortrag von Rainer Sänger als „Bajazz“ des HCV? Auch diesmal beleuchtete er wieder in geschliffenen Versen Ereignisse aus dem Orts- und Weltgeschehen. Er lobte Verbandsbürgermeisterin Kerstin Klein („Kein Skandal, kein falsches Wort, ja gibt’s denn überhaupt noch unsern Ort“) und hatte kritische Worte für den türkischen Präsidenten Erdogan parat („Da sag ich einfach und schlicht, den will ich in Europa nicht“).

 

Es sollte nicht der einzige Auftritt von Rainer Sänger an diesem Abend sein: Mit Tochter Nina zusammen kehrte er als „Gassekehrer“ auf die Bühne zurück. Auch sie beleuchteten die Ortspolitik und konnten sich einen närrischen Seitenhieb auf das meist lässige und legere Outfit von BMW, „unserem Bürgermeister Martin Weidmann“, nicht verkneifen.

 

Und dann kam Peter Winter mit Vollbart und schwarzen Locken als „Conchita Wurst“. Sein Auftritt war ein Erlebnis, und sein gehauchtes „Stößjen“ wurde zum geflügelten Wort dieses Abends.

 

Die Geschichte von Aladdin und dem Geist in der Wunderlampe erzählte die Tanzgarde der Narrenzunft Gelb-Rot Koblenz. 31 Tänzerinnen und Tänzer sorgten mit ihren fantasievollen Kostümen aus der Welt des Orients für einen optischen Höhepunkt in einer rundum gelungenen närrischen Weinprobe, die die Ingelheimer Konfettis mit einem bunten Potpourri aus Pop-Klassikern beschlossen."

 

Quelle : Allgemeine Zeitung Mainz vom 13.11.2017

 

 

 

 

Pressebericht Nachrichtenblatt VG Heidesheim am Rhein

 

HCV - Heidesheimer Carneval Verein 1938 e.V.

 

Narrische Weinprobe am 11.11.2017

 

"In der 80. Campagne die 40. Narrische Weinprobe des HCV musste ja etwas besonderes werden. Ein ausverkauftes Haus, eine Stimmung wie sie an den Fastnachtstagen nicht größer sein kann und Darbietungen die für sich selbst sprechen, sorgten für eine Veranstaltung der Superlative. Wie soll man das noch toppen?

 

Elf Rheinhessen-Weine aus der Gegend um Alzey und Richtung Worms wurden von dem Moderatoren-Paar Stephan Schmidt und der schon fast Heidesheimerin Dr. Eva Vollmer – ehemalige Rheinhessen Weinkonigin – in einer Art und Weise vorgestellt, wo man sich fragt, wie kann man nur auf solche Ideen kommen?

 

Zwischendurch spielt sie mal einfach Melodien auf einem Siphon, einer Posaune, einem Horn, einer Tuba, auf Weinflaschen, einer Gießkanne und einem Garrohrchen, immer konnte man die Melodie erkennen. Gut gemacht Eva!

 

Die Weine kamen aus den Weingütern Becker – Spiesheim, Lahm – Ensheim, Peth und Peth-Wetz – Bermersheim sowie Beyer aus Bechtolsheim.
Die Geschmacksmeister des Vereins haben eine hervorragende Auswahl getroffen und den Geschmack des Publikums genau getroffen. Da war für jeden etwas dabei. Vom trockenen Rotwein über einen Gelben Muskateller bis zur süßen Huxel-Auslese war alles vertreten was der rheinhessische Keller verarbeitet. Es gibt viele tolle Winzer in unserer Gegend.

 

Natürlich wurde auch Fastnacht gemacht. Eröffnet wurde die Rednerschaft vom Bajazz des HCV in Person von Rainer Sänger. In akkurater Versform beschrieb er Vorgänge im Ort und drum herum, um zu dem Schluss zu kommen: und wen ich nicht genannt - ganz richtig, der war für mich auch gar nicht wichtig.

 

Ganz anders die Vortragsart beim Zwiegespräch mit Tochter Nina als Heidesheimer Gassekehrer, wo man die Ingelheimer etwas bedacht hat, wenn es dann zukünftig heißt: Ingelheim bei Heidesheim.

 

Auf der HCV- Bühne standen schon einige Balletts mit tollen Leistungen, aber in dieser Hinsicht hat der Verein in diesem Jahr den Vogel abgeschossen. Die Tanzgarde der Narrenzunft Gelb-Rot Koblenz stürmte die närrische Rostra mit 34! Tänzerinnen und Tänzern, über 80 Kostüme – und das in dieser engen Garderobe – brachten sie einen Junggesellen-Abschied im Orient auf die Bühne.

Ein Beifallsturm bedachte diese hervorragende Leistung. Toll!

 

 

Dann kam der Clou des Abends. Conchita Wurst alias Peter Winter – sonst als seriöser Protokoller des Vereins unterwegs - hatte sich in Schale, bzw. Abendkleid und Pumps, geschmissen und persiflierte den (die) österreichische ehemalige ESC Gewinner(in).

 

 

Lieber Peter, das war Kokolores vom feinsten, damit steht dir jede Fastnachtsbühne offen. Wer das nicht erlebt hat, hat was versäumt. Stößje.....

 

Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet von der Band Unstoppables, die einen großen Anteil an der Stimmung im Saal hatte. Der Abschluss der Weinprobe wurde dann schon fast traditionell von den Ingelheimer Konfetti’s bestritten, die dann nochmals den Saal zum Kochen brachten. Die letzte Viertelstunde stand der Saal und man hätte meinen können, es wäre schon Fastnacht.

 

Also das lässt ja viel erwarten und deshalb möglichst schnell die Karten für unsere Sitzung am 3. Februar 2018 bestellen und den 80. Geburtstag des HCV zu erleben."

 

Quelle : Nachrichtenblatt der VG Heidesheim am Rhein vom 16.11.2017